Versicherung

Finanzen

Versicherung

Die Versicherungspflicht entsteht automatisch. Quasi mit der Lösung des Gewerbescheins entsteht eine Versicherungspflicht nach GSVG – dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz. Dieses sieht die Versicherung seiner Mitglieder nach den Sparten

  • Krankenversicherung
  • Pensionsversicherung

vor.
Der Teil der Unfallversicherung ist im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz verankert (ASVG).
Der Tag der Erlangung der Gewerbeberechtigung ist gleichzeitig auch der Stichtag, an dem die Pflichtversicherung nach GSVG beginnt.
Sollten Sie also als EPU-Betrieb nicht einem freien Beruf nachgehen, der keinen Gewerbeschein benötigt, so sind Sie automatisch nach GSVG versichert. Diese Versicherung unterscheidet sich nun aber grundlegend gegenüber dem ASVG, nach welchem Sie normalerweise als Arbeitnehmer versichert sind.

Neue Selbstständige

Für die Gruppe der Neuen Selbstständigen gibt es eine große Ausnahme in der Pflichtversicherung, denn es gibt keine Mindestpflichtversicherung. Im Gegensatz zu den nach GSVG Versicherten aufgrund der, dem Versicherungsverhältnis zugrundeliegenden, ausgeübten gewerblichen Tätigkeit.
Gibt es für Gewerbetreibende, welche aufgrund ihrer gewerberechtlichen Tätigkeit, unter das GSVG fallen eine Mindestversicherungspflicht, so entfällt diese für Neue Selbstständige, und ist nur an die Überschreitung von Einkommensgrenzen gebunden.
Übersteigen die Jahreseinkünfte eines Vollerwerbs-Neuen-Selbstständigen € 6.453,36 (Stand 2011), so ist er versicherungspflichtig nach GSVG – große Versicherungsgrenze (Monatsbetrag € 537,78).
Bei anderer Erwerbstätigkeit ist die Grenze der Jahreseinkünfte deutlich niedriger, und bereits bei der Überschreitung von € 3.881,52 erreicht – kleine Versicherungsgrenze (Monatsbetrag € 333,16).

Wichtig! Wird die andere Erwerbstätigkeit auch nur an einem Tag im Jahr ausgeübt, gilt bereits die kleine Versicherungsgrenze.

Der Neue Selbstständige ist verpflichtet, sobald er die Grenzbeträge überschreitet, seine Versicherungspflicht nach GSVG selbst bei der SVA zu melden. Kommt er dieser Meldepflicht nicht nach und wird erst aufgrund des Einkommenssteuerbescheides seitens der SVA die Versicherungspflicht selbst festgestellt, so kann es zu einem Strafaufschlag auf die Nachberechnung von bis zu 3,9% kommen.

 

GSVG versus ASVG Gegenüberstellung
Monatliche Basis/Prozente GSVG ASVG
Höchstbeitragsgrundlage 4.900,-- 4.200,--
Mindestbeitragsgrundlage KV 667,02,-- 374,02,--
Mindestbeitragsgrundlage PV 743,00,-- 537,78,--
Beitrag zur KV gesamt 7,65% 7,65%
Beitrag zur PV gesamt 17,50% 22,80%
Arbeitslosenversicherung optional Pflicht
Selbstbehalt in der KV 20% kein SB

 

Abrechnungsmodalitäten

Es kann nicht oft genug angeführt werden, dass die gewerbliche Sozialversicherung, auch im Leben eines EPU, einen völlig neuen sozialversicherungsrechtlichen Abschnitt darstellt. Wurden die Beiträge bisher vom Dienstgeber abgeführt, so liegt nun alles in Ihrer eigenen Hand.
Als Neugründer – Jungunternehmer – sind in den ersten drei Beitragsjahren, um Ihnen den Einstieg quasi zu erleichtern, die Beiträge vermindert. Diese werden jedoch, sollte Ihr Unternehmen Gewinne erwirtschaften – derzeit liegt die Grenze bei € 6.453,36 Jahresgewinn – nachbemessen. Im Bereich der Pensionsversicherung laufend, im Bereich der Krankenversicherung erstmals im dritten Kalenderjahr.

Tipp: Legen Sie immer Geld für diese Nachbemessung zur Seite. Da fast niemand eine laufende Berechnung der Nachbemessung durchführt, gehen Sie einfach von der höchsten Belastung aus, die Sie abzuführen hätten, und legen Sie die Differenz zu diesen Beiträgen auf die hohe Kante. Derzeit wäre der maximale Sozialversicherungsbeitrag monatlich 1.307,32 EUR . Nichts ist entbehrlicher als unkalkulierte Überraschungen, die mangels Rücklagen, existenzgefährdend sein können.

 

Fälligkeit und Mahnung

Grundsätzlich wird der Beitrag zur Sozialversicherung quartalsweise – also vierteljährlich – vorgeschrieben. Die dafür vorgesehenen Monate sind Februar, Mai, August und November.
Der Zahlungsverzug tritt jedoch sehr schnell, innerhalb von zwei Wochen ab Fälligkeit, ein. Wird diese Frist versäumt, so wird als erste Stufe der Beitragseinbringung ein Mahnschreiben verfasst. Verstreicht diese Frist wiederum ungenützt, so wird seitens der Sozialversicherung ein Exekutionsverfahren eingeleitet. Dass dieser Schritt erhebliche Mehrkosten für den Versicherten bedeutet ist selbstredend.

Tipp: Bevor es zu diesem Punkt kommt, welcher wirklich finanziell extrem schmerzhaft sein kann – denn die Beitragspflicht ist gesetzlich verankert und somit gibt es keinen Erlass der Beiträge – wenden Sie sich direkt an die Servicestellen der SVA und handeln Sie erleichterte Zahlungsmodalitäten aus. Dieser Schritt ist in den meisten Fällen nicht angenehm, aber zielführend.

 

Leistungen in der Krankenversicherung

Hier ist die einschneidendste Veränderung hinterlegt. Nicht nur, dass ein 20%-iger Selbstbehalt für Leistungen einbehalten wird, sondern auch der Leistungsumfang.
Grundsätzlich werden 80% der Leistungen bei folgenden Leistungen übernommen:

  • Spitalsbehandlungen (allgemeine Gebührenklasse mit 100% Kostenübernahmen)
  • Kuren/Kuraufenthalte
  • Haus- und Fachärztliche Hilfe und Behandlungen
  • Medikamente/Heilmittel etc

Krankengeld kann wiederum ab dem 43.Tag mit Beginn der Krankmeldung bezogen werden. Der tägliche Satz beträgt 28,88 Euro.

 

Freiwillige Zusatzversicherung

Die freiwillige Zusatzversicherung kann schriftlich beantragt werden und beginnt mit dem nächsten Monatsersten nach Antragstellung. Die Kosten belaufen sich derzeit 2,5% der Beitragsgrundlage der Krankenversicherung, und werden gerne für Sie von den Servicestellen der SVA genau berechnet.
Die Zusatzversicherung endet entweder mit dem Ende der Pflichtversicherung oder einerseits durch Kündigung des Versicherten zum Monatsletzten, andererseits durch die SVA selbst bei Beitragsrückstand über mehr als in drei aufeinanderfolgenden Monaten.
Die Leistung ist jedoch nicht gänzlich mit der Krankengeldleistung nach ASVG vergleichbar, da der Leistungsumfang doch deutlich geringer ist. Zudem ist eine Wartezeit von sechs Monaten nach Versicherungsbeginn festgelegt. Erst nach Ablauf dieser Wartefrist können Leistungen aus dieser Zusatzversicherung grundsätzlich in Anspruch genommen werden. Ist die Frist abgelaufen, so kommt es zu einer Auszahlung der Krankengelder (bzw. Taggelder) erst ab dem vierten Tag des Krankenstandes. Durchgehend kann dieses Krankengeld in einem Jahr maximal 26 Wochen in Anspruch genommen werden. Dabei werden alle Krankenstandszeiten – egal durch welche Krankheit bedingt – zusammengerechnet. Wurde diese Anspruchszeit durch eine einzige Krankheit erschöpft, so wird die Leistungserbringung aus dieser Zusatzversicherung, für dieses Krankheitsbild, für ein gesamtes Jahr unterbrochen.
Das Taggeld beträgt derzeit 80% der auf Tage ausgerechneten Beitragsgrundlage. Für das Krankengeld, bei gleicher Berechnungsbasis (monatliche Beitragsgrundlage durch 30 Tage), werden 60% gezahlt.

 

Arbeitslosenversicherung für Selbstständige

Eine grundlegende Neuerung ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung in der Gewerblichen Sozialversicherung. Der Versicherte kann auf eigenen Antrag hin in ein Arbeitslosenversicherungsmodell optieren.
Es kann dabei zwischen drei verschiedenen Beitragsmodellen (betrachtet von der jeweiligen Beitragsgrundlage) gewählt werden. Der Beitragssatz beträgt dabei jeweils 6%.

Beitragsgrundlage – Stufe Monatsbeitrag in EUR
1 73,50,--
2 147,00,--
3 220,50,--


Tipp: Auch hier gilt: Bevor Sie in eine Arbeitslosenversicherung optieren, setzen Sie sich mit der Servicestelle der Sozialversicherung in Verbindung, um abzuklären, ob Sie diese zusätzliche Versicherung überhaupt benötigen oder Sie aus Ihren zeitlich vorgelagerten Dienstverhältnissen nicht bereits anspruchsberechtigt sind. Dieser Anspruch, sofern er bereits besteht, verfällt nicht.

Fristen – Beginn und Ende
Um die Option der freiwilligen Arbeitslosenversicherung in Anspruch nehmen zu können, muss innerhalb von 6 Monaten nach GSVG-Versicherungsbeginn schriftlich beigetreten werden.
Geschieht dies nicht innerhalb dieser Frist, so besteht die nächste Möglichkeit erst nach Ablauf von 8 Jahren.
Ist man aber dieser Option innerhalb der Frist beigetreten – optimalerweise bereits innerhalb von 3 Monaten nach Versicherungsbeginn – so besteht die erste Ausstiegsmöglichkeit auch erst nach Ablauf von 8 Jahren. Informieren Sie sich daher sehr ausführlich über Möglichkeiten und Notwendigkeit.

 

Selbstständigenvorsorge

Ähnlich dem Modell Abfertigung Neu für Arbeitnehmer, welches mittels dem monatlichen Abzug eines fixen Prozentsatzes und der Einzahlung in einer sogenannten Mitarbeitervorsorgekasse geregelt ist, besteht nun auch für den Selbstständigen – mit ein paar Ausnahmen – eine eigene, verpflichtende Vorsorgeversicherung.
Derzeit werden 1,53% der Beitragsgrundlage zur Krankenversicherung (respektive 1,53% der Beitragsgrundlage der Pensionsversicherung bei der freiwilligen Variante) mittels Einhebung durch die SVA an die gewählte Vorsorgekasse eingezahlt. Die Vorsorgekasse kann selbst gewählt werden und muss innerhalb von sechs Monaten nach Versicherungsbeginn gewählt sein.
Die Leistungsinanspruchnahme beruht auf:

  • es wurde bereits in drei im Zeitraum von 3 Jahre in die Vorsorgekasse eingezahlt
  • die Gewerbeberechtigung ist seit mindestens 2 Jahren erloschen (Gewerbe ist abgemeldet) oder wurde ruhend gemeldet
  • der/die Versicherte hat bereits die Pension angetreten

Die Beiträge zur Selbstständigenvorsorge sind Betriebsausgaben.

 

Die Kleinunternehmerregelung

Einzelunternehmer haben die Möglichkeit, wenn sie gewisse Voraussetzungen erfüllen, sich von der gewerblichen Kranken- und Pensionsversicherung befreien zu lassen.
Diese Voraussetzungen sind grob erfüllt, wenn die Definition des Kleinunternehmers zutreffend ist.

Kriterien (Stand Jänner 2011) Betragsgrenze in EUR
Jährliche Gewinnobergrenze 4.488,24
Jährliche Gewinnobergrenze 30.000,00


Tipp:Lassen Sie unbedingt vorher prüfen, ob dies auf Sie persönlich zutrifft und setzen Sie sich direkt mit einer der Servicestellen der SVA in Verbindung. Nur dort kann Ihnen eine verbindliche Auskunft gegeben werden.

 

Das Online-Pensionskonto

Für alle, die gerne wissen wollen, wie viel sie bereits in die Pensionskasse einbezahlt haben und was denn, mit dem aktuellen Stichtag, an Pension herausschauen würde, gibt es die Möglichkeit diese Werte online abzurufen.

Link Box:
https://www.sozialversicherung.at/pktesv/
Seitens des Sozialversicherungsträgers wird der Login mittels Bürgerkarte (eCard oder Mobiltelefon) ausdrücklich empfohlen bzw. unterstützt.
Wie Sie am besten die Bürgerkarte freischalten und/oder am Mobiltelefon einrichten, erfahren Sie auf der Webseite der Bürgerkarteninformation:
http://www.buergerkarte.at
Hier sind alle Informationen zu den Themen Beantragung bis benötigte zusätzliche Software hinterlegt.

Als Unternehmer haben Sie eine Vielzahl von beruflichen und privaten Risiken zu tragen, die Sie als Arbeitnehmer nicht berührt hätten. Risiken wie zum Beispiel eine Betriebsunterbrechung bzw. Berufsunfähigkeit und somit der zeitliche Ausfall der Einnahmen, sind als Arbeitnehmer ebenso wenig ein Thema, wie die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. In der Situation als Unternehmer werden diese Themen jedoch, um in einer gesundheitspolitischen Terminologie zu bleiben, akut.
Wie in Tz 4.1 – Pflichtversicherung – ausgeführt, können Sie sich zwar einige zusätzliche Leistungen seitens der Gewerblichen Sozialversicherung zukaufen, aber diese decken, in einem leistbaren Rahmen, Ihren finanziellen Bedarf nicht ab.

Wichtig! Die Befreiung von einer gesetzlich verankerten Sozialversicherung, wie durch die Kleinunternehmerregelung möglich, ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn Sie ein anderes Versicherungsverhältnis haben.

Natürlich gibt es neben den gesundheitlichen Aspekten noch genügend andere Aspekte, in denen ein Unternehmer Gefahr läuft finanziellen Schaden oder Einbußen zu erleiden.
Im Zuge einer Businessplanerstellung ist es besonders wichtig, sich mit diesen zusätzlichen Risiken auseinanderzusetzen und diese einmal für sich persönlich aufzuzeichnen und zu analysieren.

Tipp: Zuviel des Guten macht auch keinen Sinn. Es ist immer zu bedenken, dass gerade private und zusätzliche Versicherungen gegen Vermögensschäden, Ausfälle und gesundheitliche Risiken nicht zu den billigsten im Lande Österreich zählen. Gerade wenn man bei der Durchsicht aller Risiken ist, kann die Versuchung groß sein eine umfassende Absicherung zu erreichen – und zwar sofort. Lassen Sie sich davon nicht hinreißen. Überlegen Sie wie sich Ihr Unternehmen entwickeln soll und zu welchem Zeitpunkt der Entwicklung welche Versicherung notwendig sein wird.

 

Risikogruppen

Die grundsätzliche Einteilung, um die eigenen Überlegungen zu erleichtern, ist einmal die übergeordneten Risikogruppen, durch die man betroffen sein kann, einzuführen.
Dabei sind die wichtigsten Gruppen:

Gruppen Beispiele
Gesundheitsbedingte Risiken
bzw biometrische Risiken
Krankheit
Invalidität
Betriebsunterbrechung kurzfristig
Berufsunfähigkeit langfristig
Berufsbedingte Risiken Haftung für Schäden/Schadenersatz
aus Personen/Sach/Vermögensschäden
Zahlungsausfall Kunde
Pönalen etc
Private Risiken/Ereignisse Familiäre Verpflichtungen/Pflege
Mutterschaft und Karenz
Ableben
Private Pensionsvorsorge



Wichtig! Vergessen Sie nie, dass gerade für ein EPU keine Trennlinie zwischen Privat und Firma existiert. Gerade was im privaten Bereich passiert, kann sich extrem stark auf den betrieblichen Bereich auswirken. Auch wenn es nicht gegen alles eine Versicherung gibt, sollte man immer ein Auge darauf haben und auch damit, im betrieblichen Sinne, rechnen.

Natürlich können Sie die Risiken auch in einem wesentlich wissenschaftlicheren Sinn klassifizieren und zu Gruppen zusammenfassen, nur wird Ihr Versicherungsmakler oder Versicherungsagent damit herzlich wenig anfangen können.

Tipp: Der nächste Schritt sollte eigentlich der direkte Weg zu Ihrem Versicherungsvertreter Ihres Vertrauens sein. Lassen Sie sich wirklich einen Überblick zu den verschiedenen Versicherungsangeboten und -produkten geben, und prüfen Sie diese kritisch. Wie bei vielen Dingen ist jedoch auch die eigene Vorbereitung die halbe Miete. Ziehen Sie Online-Vergleichs-Tools – als Gesprächsvorbereitung – zu Rate, um sich einmal selbst einen groben Überblick zu verschaffen.

Link Box:
http://www.chegg.net
Grazer Versicherungsmakler, der sich auf einen sehr guten Online-Versiche¬rungsvergleich spezialisiert hat – kostenfrei!

 

Betriebsunterbrechungsversicherung bzw. Berufsunfähigkeitsversicherung

Grundsätzlich richtet sich diese Versicherung gegen alle Vermögensschäden, die durch eine Unterbrechung der Betriebsführung entstanden sind.
Natürlich kann diese Versicherung auf nur ein oder mehrere Risiken beschränkt werden.
Wichtig beim Abschluss ist jedoch, dass Sie neben den Risiken, welche durch die Versicherung abgedeckt werden, auch folgende Punkte beachten:

  • Dauer der Haftzeit (Über welchen Zeitraum hinweg deckt die Versicherung?)
  • Karenzzeit (Wie lange muss das Schadensereignis bereits bestehen, bevor die Versicherung zu leisten beginnt? – z.B. drei Wochen Karenzzeit bei Krankheit – erst ab dem Beginn der vierten Woche kann die Versicherung in Anspruch genommen werden.)
  • Wann ist die Versicherung leistungsfrei? Halten Sie vor dem Abschluss alle wichtigen Schadensursachen fest und prüfen Sie, ob mit dieser Versicherung wirklich all Ihre Risiken abgedeckt werden.
  • Was ist bei einer langfristigen Berufsunfähigkeit nach der Haftungszeit der Betriebsunterbrechungsversicherung? Welche monatliche Privatrente brauche ich bei einer Berufsunfähigkeit bis zu meinem Pensionsalter? Die staatliche Berufsunfähigkeitsrente liegt in der Regel weit unter dem letzten Nettoeinkommen. Dadurch entsteht eine Versorgungslücke bis zum Pensionsalter und darüber hinaus.

 

Auflistung zusätzlicher möglicher Versicherungen
  • Betriebliche Haftpflichtversicherung
  • Sachversicherung der betrieblichen Werte (auch gegen Diebstahl)
  • Waren und Vorräte
  • Elektronikversicherung
  • Transportversicherung
  • Maschinenbruch und Maschinenbetriebsunterbrechung
  • Zusatzkrankenversicherung außerhalb der gesetzlichen Pflichtversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • KFZ Haftpflicht/Kasko inkl. Rechtsschutz
  • Pensionsversicherung

Gerade betriebliche Risiken, welche erst in der Zukunft auftreten können, sind im Vorhinein nur sehr schwer erkennbar. Wenn Ihnen das Beratungsgespräch zu ungenau oder oberflächlich erschienen ist, konsultieren Sie einen „neutralen“ Berater und vergleichen Sie die Gesprächsergebnisse. Wie fast überall gilt auch hier: der Kunde entscheidet. Letztendlich geht es um Ihre private und betriebliche Sicherheit. Im Normalfall sollte ein Versicherungsberater ein Risikoprofil ihres Betriebes inkl. aller Versicherungsmöglichkeiten mit Ihnen gemeinsam ausfüllen und diese Ergebnisse zur Ermittlung und Berechnung der benötigten Risikoabdeckung verwenden.

 

Die private Vermögens- und Pensionsvorsorge

Auch auf das Risiko „Pensionsschock“ sollte nicht vergessen werden, da für niemanden – weder Privatpersonen noch Unternehmer – klar ist, wie sich Pensionen nach derzeitiger gesetzlicher Lage errechnen bzw. entwickeln. Egal ob Schulzeit, Bundesheer oder Karenzzeit, am persönlichen Pensionskontoauszug (siehe Tz 4.1.8) bekommt man einen aktuellen Überblick. Mit dem Pensionskontostand und den Beitragsmonaten kann ein professionelles Beratungsunternehmen die Versorgungslücken errechnen und rechtzeitig darauf reagieren. Vor allem der Bereich langfristige Berufsunfähigkeit sollte abgedeckt werden. Gerade hier liegt bei Unternehmern ein extrem hohes Risiko verankert. Selbstausbeutung, Burnout, stressbedingte Erkrankungen und ungesunde Ernährung spielen gerade für EPU-Betriebe eine leider ausgeprägt negative Rolle. Deswegen ist es gerade hier enorm wichtig, rechtzeitig (neben allen gesundheitlichen Anstrengungen) auch im versicherungstechnischen Bereich vorzusorgen.

Link Box:
http://www.excellent-consult.at
Dieses Linzer Finanzberatungsunternehmen bietet eine professionelle Vorsorgeberatung an, welche die persönliche Vermögensbilanz, das staatliche Pensionskonto und die biometrischen Lebensrisiken umfasst.

Die persönliche Vermögensbilanz sollte alle Vermögenswerte umfassen., Dies schließt auch alle Verbindlichkeiten, Kredite und eine umfassende persönliche Risikoanalyse (finanziell, berufliche und gesundheitliche Risiken) mit ein, damit ein privates Eigenkapital - aktueller Stand und zukünftiger Bedarf - errechnen werden kann. Auch die nötige Liquidität, um auf Unvorhergesehenes reagieren zu können, muss in dieser Vermögensbilanz ersichtlich sein.
Fast jeder Unternehmer hat Vorsorgeprodukte oder Vermögenswerte bei verschiedenen Banken, Versicherungen, Bausparkassen oder sonstigen Instituten. Alle bieten einen eigenen Konto- bzw. Depotauszug an. Die einzelnen Komponenten – Polizzen, Depotauszüge, Kontoauszüge etc – werden in einer Vermögensbilanz zusammengeführt und ergeben einen umfassenden Gesamtüberblick